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Der Nebel, der die Sicht behindert - des morgens früh verschwindet...
Nun ist es bald wieder soweit. Die Blätter färben sich braun, der Herbst zieht übers Land und im Isental steigen die Nebelfelder auf. Oft ist die Sonne noch nicht ganz verschwunden, da heben sich die ersten Bodennebel aus den feuchten Mooswiesen empor. Manchmal verschwinden sie schon morgens; manchmal halten sie sich bis zur Mittagszeit. An manchen Tagen verschwindet der graue Schleier überhaupt nicht. Mal legt er sich nur wie ein feiner Schleier über die Landschaft. Viel zu oft aber, klettert er die Hänge des Isentals empor und hinterläßt im Tal eine unwirkliche dicke graue Nebelsuppe. Diese läßt Mensch und Tier oft tagelang keinen einzigen Sonnenstrahl sehen. Diese graue Zeit kann schon mal Wochen oder Monate dauern. Dann sind die Dorfener noch mürrischer und dickköpfiger als sonst...(fl)

Für die Fahrt in den Nebeltod von morgen - werden die Weichen heute gestellt

In den Herbstmonaten gehört der Nebel genauso zu Dorfen - wie die drei Stadttore!

Genau hier (Foto oben), quer durch das Nebelloch Isental (Höhe Breitwies), plant der Dorfener Stadtrat eine Ortsumgehung.

Werden hier zukünftig LKWs und Autos über den Fürmetzberg herab in Nebel und somit den Tod rasen?

Wer wird dafür verantwortlich sein, wenn es durch die berüchtigten Isentalnebel zu schweren Unfällen auf der geplanten Ortsumfahrung kommen wird? Wird in den Unfallberichten der hiesigen Lokalblätter stehen: Massencrash im Isental durch nicht angepasste Geschwindigkeit bei einer Sichtweite unter 20 Meter. LKW rast bei Dorfen viel zu schnell in eine plötzlich auftretende Nebelwand. Oder wird man sich an diejenigen erinnern, die diese Strasse ins berüchtigte Nebelloch bauten ...

Vorwiegend ortsunkundige LKW- und Autofahrer will man auf einer Schnellstrasse, was die Ortsumfahrung ja werden wird, in das Nebelloch Isental führen.
Wer kann das guten Gewissens verantworten?

Man mag entgegnen, daß der regionale und überregionale Verkehr auch jetzt, an Nebeltagen auf der B15 durch das Isental fährt - ohne große Unfälle. Es macht aber einen erheblichen Unterschied, ob man mit max. 50 km pro Stunde auf der B15 durch die Stadt fährt, wo der Nebel meist eh nicht so dicht ist - oder, ob man auf freiem unbeleuchtetem Gelände, mit 100 Kilometern oder mehr, in den dichten Nebel rast. Die Unfallgefahr auf der Ortsumfahrung wird wesentlich größer sein.


Wo passieren die meisten Nebelunfälle?

65% aller Nebelunfälle passieren auf Landstrassen

20% aller Nebelunfälle ereignen sich Innerorts

15% aller Unfälle im Nebel finden auf Autobahnen statt

(Quelle: tz-online.de)


Starker Nebel führte in der Münchberger Senke 1990 zum schwersten Verkehrsunfall, den es je in Deutschland gab

Die Münchberger Senke ist ein Autobahnabschnitt der BAB 9 bei Münchberg, in dem es durch die Tallage bedingt häufig zu Nebelbildung kommt. Bekannt wurde die Strecke 1990 durch einen der folgenreichsten Unfälle im deutschen Straßenverkehr. Am 19. Oktober 1990 kam es nach plötzlich auftretendem Nebel in der Münchberger Senke, während ringsrum die Sonne schien, zu einem der schwersten Straßenverkehrsunfälle Deutschlands.

Gegen 8:30 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer der Polizei einen Auffahrunfall mit zehn Fahrzeugen am tiefsten Punkt der Münchberger Senke. Zehn Minuten später waren rund einhundert Fahrzeuge ineinander gefahren. Fünf Fahrzeuge standen in Flammen und es gab zahlreiche Verletzte. Polizei und Rettungsdienst waren noch nicht vor Ort, als ein 38 Tonnen schwerer Milchlastzug in die stehenden Fahrzeuge fuhr. Zunächst schob er einen Pkw unter einen Lastwagen, danach drückte er einen anderen Pkw in die Mittelleitplanke. Anschließend schleuderte er zwei weitere Pkw auf die Gegenfahrbahn und quetschte vier Autos zwischen sich und einem stehenden Bus auf weniger als zwei Meter zusammen.

Bei dem Unfall wurden 10 Menschen getötet und 122 weitere verletzt, 38 davon schwer. Insgesamt waren 121 Fahrzeuge beteiligt. Der Fahrer des Milchlastzuges wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, die Schuld konnte ihm nur bedingt nachgewiesen werden, da er die Tachoscheibe als mögliches Beweismaterial noch an der Unfallstelle verzehrt hatte.

Der schwere Unfall ließ die Autobahndirektion Nordbayern nicht ruhen. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung liefen schon die Planungen für den sechsspurigen Ausbau. Nun wurde auch ein Konzept entwickelt, wonach eine Talbrücke den acht Meter hohen Damm ersetzen sollte, auf dem die A9 bisher verlief. Dieser Damm hatte wie ein Riegel dafür gesorgt, dass sich im Tal Kaltluft stauen und immer wieder Nebelbänke bilden konnten. Bis zum Jahr 2000 entstand schließlich die knapp 500 Meter lange Brücke, auf der die Fahrzeuge der angehobenen Autobahn jetzt rund 18 Meter über dem Talgrund dahinbrausen können.

(Quelle: Wikipedia / Münchberger Senke und Frankenpost



Alternativen:

  • Der PKW- und LKW-Fernverkehr (Mautflüchtlinge,...) müssen aus Dorfen raus. Dorfen braucht keine Ortsumgehung durch das gefährliche Nebelloch Isental - weder im Osten noch im Westen. Für den überregionalen Verkehr wurde die B15n (B15 NEU) geplant und streckenweise bereits gebaut. Ein weiteres Teilstück der B15n ist zur Zeit im Bau. Bei Schwindegg, so die aktuellen Planungen, soll die B15n in die A94 einmünden.

  • Das Isental wird, genauso wie das Gelände des neuen Münchner Flughafens, durch Grundwasserabsenkung trockengelegt. Der Nebel verschwindet für immer.
    (Vorschlag ist nicht ernstgemeint!)


  • Es werden im Isental, insbesondere entlag der geplanten Ortsumfahrung, riesige Windräder aufgestellt, die im Normalfall Öko-Strom an die Stadtwerke liefern und an Nebeltagen als riesige Ventilatoren verwendet werden können - und dann den Nebel wegblasen. Durch das ständige Geräusch der Rotorblätter würden die Dorfener permanet wachgehalten und niemand könnte mehr über das "verschlafenen Nest" spötteln... (Vorschlag ist auch nicht ernst gemeint!)

Unfallursache: Dichter Nebel!

  • Schwerer Verkehrsunfall zwischen Dorfen und Isen
    Am Dienstag, den 04.11.08, kam es um 07.40 Uhr zu einen schweren Verkehrsunfall auf der Staatstraße 2086, Abzweigung Galgenberg. Ein aus Richtung Sankt Wolfgang (Herrnberg) kommender Fahrzeuglenker übersah einen auf der vorfahrtsbevorrechtigten Straße von rechts kommenden 52-jährigen Dorfener. Durch den Zusammenstoß beider Fahrzeuge wurde der Dorfener schwer verletzt, musste von der eingesetzten Feuerwehr aus seinem Fahrzeug geborgen und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Landshut verbracht werden. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Zur Unfallursache dürfte der zur Unfallzeit herrschende Nebel beigetragen haben. (Quelle: Erding-Online.de)